Wir-ueber-uns

 

Wir über uns ( Aufteilung in 3 Bereiche)

 

Der Sportverein für Hörgeschädigte zwischen Harz und Heide

 

 

Was ist Gehörlosensport

 

Aufgrund ihrer Kommunikationsbehinderung sind Gehörlose von vielen wichtigen Bereichen der Gesellschaft, deren Kulturleben sehr stark auf Gehör- und Lautsprache aufbaut, abgeschnitten. Dies hat dazu geführt, dass die Gehörlosen die einzige Behindertengruppe mit eigener Sprache und eigener Kultur sind. Die Geschlossenheit dieser Gemeinschaft überwindet nationale Grenzen und Sprachbarrieren.

 

 

 

Sportbetätigung in der Schicksalsgemeinschaft löst die Gehörlosen aus der Isolation, gibt ihnen Lebensfreude und stärkt das Selbstbewusstsein. Der Sport bildet eine umfassende Lebenshilfe in jeder Beziehung.

 

Durch ihre Kommunikationsbehinderung können sich Gehörlose mit anderen Behinderten genauso wenig verständigen wie mit Nicht-Behinderten. Das ist der Hauptgrund dafür, dass Gehörlose ihren Sportbetrieb eigenständig organisieren und nicht dem Deutschen Behinderten-Sportverband angehören.

 

Gehörlosensport ist keine eigenständige, spezielle Sportart für Hörgeschädigte. Sie betreiben die gleichen Sportarten wie die der hörenden Welt. Allerdings mit Einschränkungen. Trotz ihrer körperlichen Unversehrtheit besteht für Gehörlose keine Chancengleichheit im Wettkampf mit Hörenden, u.a. deshalb, weil der Hörschaden Einfluss auf das Erlernen von Bewegungsformen (Motorik) hat und man aufgrund von akustischen Eindrücken auch Informationen über die Beschaffenheit eines Bodens, den Schnitt eines Balles, die Nähe eines Mit- bzw. Gegenspielers usw. erhält. Z.B. hört ein gehörloser 100m Sprinter nicht den Startschuß, sondern sieht erst den Rauch aus der Startpistole. Deshalb wir im Gehörlosensport mit einer Fahne oder optischen Signalen gestartet. Daher ergibt sich schon ein Nachteil von Zehntelsekunden.

 

 

Geschichte

 

Der deutsche Gehörlosensport blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte und Tradition zurück. Schon im Jahre 1888 gründete der Taubstummenlehrer Albert Gutzmann in Berlin den ersten Gehörlosen-Sportverein mit dem Namen "Taubstummen-Turnverein Friedrich". Nach der Gründung weiterer Vereine schlossen diese sich 1910 zum "Verband Deutscher Taubstummen-Turn- und Sportvereine" zusammen, dem Vorläufer des nach dem 2. Weltkrieg 1947 wieder ins Leben gerufenen Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes (DGS).

 

 

 

 

1924 konstituierte sich der Weltverband des Gehörlosensports, das CISS (Comité International des Sports des Sourds) heute ICSD. Im selben Jahr wurden in Paris die ersten Weltspiele der Gehörlosen durchgeführt, die in der Form ihrer Durchführung und in ihrer Bedeutung für alle Beteiligen mit den Olympischen Spielen vergleichbar sind. Seit 2001 werden die Spiele auf Beschluss des IOC in Anlehnung an die Paralympics, „Deaflympics“ genannt. Sie finden in einem regelmäßigen Turnus von vier Jahren statt. Seit 1949 werden ebenfalls im Abstand von vier Jahren auch Winterspiele durchgeführt. In jüngster Vergangenheit werden vom ICSD (International Committee of Sports for the Deaf) immer mehr Weltmeisterschaften eingeführt.

 

Die Eigenständigkeit des Gehörlosensports hatte sich auf internationaler Ebene bereits bestätigt, bevor sich der Behindertensport etablierte.

In jüngster Vergangenheit werden vom ICSD (International Committee of Sports for the Deaf) immer mehr Weltmeisterschaften eingeführt.

 

 

 

 

Auf europäischer Ebene wurde 1983 in Antibes/FRA die European Deaf Sport Organization (EDSO) gegründet. Sie sorgt für eine regelmäßige Durchführung von Europameisterschaften in 17 verschiedenen Sportarten, ebenfalls in einem regelmäßigen Turnus von vier Jahren.

 

 

 

 

 

Dem Deutschen Gehörlosen-Sportverband (DGS) gehören 15 Landesverbände mit 149 Vereinen und knapp 11.000 Einzelmitgliedern an. Er ist demokratisch organisiert. Der DGS verfügt über eine eigene Jugendorganisation, die Deutsche Gehörlosen-Sportjugend "dgsj", welche für die Belange weitgehend selbst verantwortlich ist.

 

Innerhalb des DGS werden in 22 verschiedenen Sportarten nationale Meisterschaften durchgeführt, die ausnahmslos durch die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter in den Sparten selbst organisiert werden.

 

Teilnahmeberechtigt im Gehörlosensport ist  nur, wer einen Hörverlust von mindestens 55 Dezibel auf beiden Ohren nachweisen kann.

 

 

Wir der GSV

 

1925 entstanden aus dem Gehörlosen Kegelverein.  Später wurde dann der Gehörlosen-Sportverein gegründet, der zumeist aus Fußballern bestand. 1941 bildete sich eine weitere Sportgruppe, die Schachgruppe. Gleich nach dem II. Weltkrieg folgte 1947 die Gehörlosen Faltbootgruppe. Damit bestanden zu dieser Zeit 4 verschiedene Sportvereine mit fast gleichen Zielen.

 

Im Jahre 1951 mussten sich alle Gehörlosen Sportgruppen zu einem Verein zusammenschließen. Die Vielzahl der Gruppen, mit manchmal nur wenigen Mitgliedern erschwerte eine gezielte Kommunikation und eine gerechte Mittelverteilung. Man einigte sich auf den Namen „Gehörlosen Sportverein“, übernahm das Datum der ersten sportlichen Aktivitäten und bildete mit einem neuen Vorstand, einen eingetragenen Verein mit gemeinsamer Satzung.

 

Heute hat der Verein ca. 220 Mitglieder, die sich in 12 Abteilungen sportlich betätigen. Hinzu kommen eine Jugendgruppe, ein Frauen- und Seniorenkreis.

 

Angeboten werden Angeln, Bowling, Dart, Fußball, Gymnastik, Kanu, Schach, Sportschiessen, Tischtennis, Wandern und Wintersport. Dazu gehörren auch die Jugendabteilung sowie der Frauenkreis und der Seniorenkreis. (Näheres entnehmen Sie bitte unter „Das bieten wir“)

 

Heute versteht sich der GSV als Dienstleister nicht nur in Sachen Sport, sondern auch als Anbieter für Freizeitgestaltung wie z.B. Bildungsreisen oder Durchführung von Trendsportarten. Vom Freizeitsport über Breitensport bis hin zum Leistungssport und der Möglichkeit an Deustchen Gehörlosen-Meisterschaften teilzunehmen findet jeder Interessent ein Angebot im GSV Braunschweig.

 

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, dann …….

 

 

 

Schau doch mal vorbei
 

 

 

 





© 2008 by GSV Braunschweig e.V. 1925